Das ultraneue Verkaufen
Das neue AUA-Prinzip – ein trotz ironischem Subtext ernst zu nehmender Blogpost.
Es gibt schon wieder etwas neues. Hoffnung für alle, deren Vertrieb nur noch mäßige Abschlussquoten liefert. Hoffnung für alle übrigen Menschen, bald nicht mehr von penetranten Verkaufsgesprächen, suggestiven Nutzenversprechen und Call Center Anrufen belästigt zu werden.
Geschichte des Verkaufens
Die Älteren unter uns können sich noch gut an den Ur-Hardseller erinnern. Sein Fußabdruck ziert noch heute jede vor 1975 montierte Türschwelle. Der Ur-Hardseller kannte drei Phasen in seinem Verkaufsgespräch: Anhauen, Umhauen, Abhauen – kurz: AUA. Darüber lacht in Verkaufstrainings jeder Stuhlkreis. Danach folgte das Strickpulli-Kräutertee-Zeitalter. Die Vokabel „Verkauf“ wurde durch „Beratung“ ersetzt. Verständnisvolle Leisesprecher berieten ihre Kunden stundenlang, um bloß keinen Abschluss zu machen. Keiner verkaufte mehr und keiner kaufte mehr. Denn Kaufen und Verkaufen war kommerziell und Kommerz galt als die Wurzel allen Übels. Die Wirtschaft kam nahezu zum Erliegen. Bis die Rettung kam: Das Neue Hardselling von Verkaufstrainer Martin Limbeck brachte das Reframing für den Verkäufer: Nun muss er sich nicht mehr als „schmieriger Stalker“ fühlen, sondern wird zum „selbstbewussten Glücksbringer“.
Jetzt: Das neue AUA-PrinzipAber richtig rund wird es erst mit der Wiederbelebung der guten alten AUA-Formel: AUA steht heute für das Grundprinzip starker Marken und erfolgreicher Verkäufer:
A – Anhauen: Ok, nennen wir es lieber „ansprechen“.
U – Umhauen: und zwar im Sinne von „am ganzen Körper emotional beeindrucken“
A – Abhauen. Ganz richtig! Ziehen Sie ab, bevor Sie die bis hierher aufgebaute Anziehungskraft wieder vernichten. Der Kunde wird Ihnen hinterherlaufen.