Die etwas andere Geschäfts-Biografie von Klaas Kramer

Auszüge:

"…Key-Account-Manager wird Biobauer…

…Wir wollten als Agentur wahrgenommen werden, die strategisch-ganzheitlich an die Projekte herangeht.…

…Unmut gegenüber „dem Kommerz“ ließ das Pendel in die andere Richtung schlagen…

…Ich kannte schlichtweg die neuesten Hits noch nicht. Das sollte sich nie wiederholen.…

…Das Projekt hatte damit seinen Sinn verloren. Ein halbes Jahr später…

…Zu Beginn noch mit krassen Anfängerfehlern. Der Lehrmeister in mir schlich sich durch…

…wird durch Youtube, Blogs und Facebook messbar weggefegt…

…Damit bin ich schon im Bereich der Spiritualität…

Im Zusammenhang gibt's das nur hier…

 

 

 

Was haben SEM und Strukturvertrieb gemeinsam?

Fast schon wieder vergessen ist die Sexparty der HMI-Vertreter im Budapester Gellert Bad. Gewundert hat sich sowieso niemand, hat sie doch das verbreitete Klischee bestätigt, Strukturvertriebler seien grobschlechtige kulturlose Dumpfbolzen, vom unstillbaren Geltungsbedürfnis getrieben, rocken sie sich in der Pyramide nach oben, sehen jedoch von außen aus wie Gefangene einer Sekte mit einem eindimensionalen Heilsversprechen: „Durch Verkaufen zur finanziellen Glückseeligkeit“. (…)

Aber das ist nur die Einleitung. In meinem Artikel zeige ich, dass nachhaltiger Erfolg nur auf organischem Wege möglich ist und nicht etwa durch künstliche Manipulationen wie

  • Verkaufstraining, das nur unerwünschte Symptome abschleifen
  • Verkopfte Nutzenargumentationen
  • Suchmaschinen-Marketing, das rein technisch manipuliert 

hier geht es weiter…

Management verteilter Macht – für die Markenführung im Internet-Zeitalter

BWL-Markenführung war das Mittel der Wahl im Zeitalter der Dominanz hierarchischer Massenmedien und planbarer Absenderbotschaften.

Im Internet-Zeitalter profitieren wir viel mehr von einem Management-Selbstverständnis, das mit souveränen Akteuren rechnet. Bewusst systemisches Management ist die Basis souveräner Markenführung.

Die Praxisnähe der BWL liegt im schriftlichen und offiziellen Sprachgebrauch in einem (größeren) Betrieb. Die Praxisnähe des reflexiven (systemischen) Managements liegt im tatsächlichen Tun: Entscheiden und direktem Kommunizieren.

Hier geht's zur Tabelle, in der dem klassischen BWL-Markenführungs-Verständnis ein zeitgemäßes Management-Verständnis gegenübergestellt wird und in der dritten Spalte gezeigt wird, wie Sie diese neue Sicht mit dem Bürokratie-Verständnis einer Betriebsorganisation in Einklang bringen können.

Markenführung unter verteilten Machtverhältnissen

Ich werde nicht müde, immer wieder für einen neuen Management-Ansatz zu werben, der m.E. ideal zu den aktuellen Herausforderungen in der Markenführung passt.

Was täglich auf Social Media passiert, ist der empirische Beweis dafür, dass die Deutungshoheit über Marken schon immer im Markt gelegen hat und nicht an den Reißbrettern der Planer.

Ein reflexives Management-Modell ist das mentale Arbeitswerkzeug für die Praxis einer modernen – ja geradezu souveränen – Markenführung.

Mehr dazu

Was haben Markenexperten und Social Media Berater gemeinsam?

Sie beklagen sich, dass ihre Kunden „es einfach nicht kapieren“. Sie seien ungeduldig, wollen  schnelle Ergebnisse für wenig Geld oder sind manchmal einfach nur inkompetent und beratungsresistent.

Wer hat hier eigentlich das Problem? Müssen sich Experten darüber ärgern, dass sie „es besser wissen“ als ihre Kunden?

Hier stehen die Antworten und ein Lösungsansatz.

Kein Kunde braucht einen Verkäufer

Aus Kundensicht ist der Verkäufer eine überflüssige Person. Bin ich Kunde oder Interessent, brauche ich niemanden mehr, der mich zum Kaufabschluss führt. In den 1990er Jahren wurden deshalb Verkäufer gerne als „Berater“ umetikettiert. Damit sollte eine Wertschöpfung suggeriert werden – eine „gratis On-Top Serviceleistung“. Diesem Beschiss ging sehr bald niemand mehr auf dem Leim. Vielmehr ist dadurch der Titel „Berater“ nachhaltig verbrannt worden.

Weder im Retail
Wechseln wir die Szene vom Direktvertrieb zum stationären Einzelhandel. Hier kommt der Kunde noch zum „Verkäufer“ und nicht umgekehrt. Aber gibt es dort noch echte Verkäufer? An der Käsetheke bei Kaiser‘s wird nicht verkauft sondern Käse abgewogen. Bei H&M haben die Mitarbeiter im Wesentlichen die Funktion, anprobierte Klamotten wieder zusammengefaltet an ihren Platz zurückzulegen. Die Einführung der Selbstbedienung hat bis auf wenige Ausnahmen Beratungs- oder gar Verkaufsgespräche aus dem Einzelhandel verschwinden lassen.

Noch Online
Wechseln wir wieder die Szene: Im Internet gibt es in normalen Shopsystemen keine Verkaufsargumentation. Statt der Beratung liefert die Crowd der Konsumenten Bewertungen und Empfehlungen. Nur in Randbereichen des Internet-Vertriebs führen Landingpages meterlange Verkaufsargumentationen. Und hier passiert das Gleiche wie in allen anderen Gewerben, die allein nur deshalb existieren, weil sie aktiv verkaufen. Hier erbringt ein Verkäufer ausschließlich aus Anbietersicht eine Wertschöpfung. Der Verkäufer besorgt dem Unternehmen Kunden, die es ohne ihn nie hätte. Aus Kundensicht jedoch erbringt der Verkäufer nicht nur keine, sondern sogar eine negative Wertschöpfung. Aus dessen Sicht muss er den Verkäufer mitbezahlen, obwohl er keinen Beitrag zur eigentlichen Leistung liefert.

Wieso schreibe ich so etwas?
Ein schwelender Widerspruch sorgte in mir für ein seltsames Gefühl: Marketing-Enthusiasten sprechen unentwegt von der Kundenperspektive, die „man“ als Anbieter endlich annehmen muss. Verkaufs-Enthusiasten sprechen unentwegt davon, dass sie die einzigen sind, die ein Unternehmen überhaupt am Leben halten, weil nur sie den Umsatz bringen, indem sie Kunden gewinnen und zum Kauf führen.

Merkt Ihr, was da nicht stimmt? Falls nicht, lest den gesamten Text noch einmal von vorn.

Warum ich "Digitale Markenführung" doof finde

Der Begriff „Digitale Markenführung“ hat sich durchgesetzt als Platzhalter für: „Wir verstehen was von Marken und vom Internet gleichermaßen.“

Ich behaupte ganz frech: Wer „Digitale Markenführung“ sagt oder schreibt, hat weder reflektiert, was „digital“ heißt, noch was „Markenführung“ bedeutet.

Aber es ist nie zu spät, damit anzufangen. Der erste Schritt dazu beginnt hier.